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Wilde, David / Annette Franke: Die "silberne" Zukunft gestalten - Handlungsoptionen im demografischen Wandel am Beispiel innovativer Wohnformen für ältere Menschen 37,00 EUR
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Art.Nr.: 9783868660647
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Wilde, David / Annette Franke: Die

Taunusstein : Driesen, 2. Aufl. 2008 (Driesen | Sozialwissenschaften). - 318 S., 19 cm. Zugl.: Bochum, Universität, Diplomarbeit, 2006. ISBN 978-3-86866-064-7, Softcover, 37,00 Euro

Wie die meisten westlichen Industrienationen sieht sich auch die Bundesrepublik Deutschland einem tief greifenden Demografischen Wandel ausgesetzt. Neben der rückläufigen Gesamtbevölkerungszahl haben vor allem die massiven Verschiebungen innerhalb der Altersstruktur weit reichende Auswirkungen auf alle gesellschaftlichen Teilsysteme.
Die Autoren stellen der oftmals sehr problemzentrierten Debatte zum Demografischen Wandel eine positive Sichtweise gegenüber. Am Beispiel neuer Wohnformen für ältere Menschen werden soziale und ökonomische Potenziale aufgezeigt, die sich im Zuge gesellschaftlicher Alterungsprozesse ergeben. Es wird gezeigt, dass diese Potenziale gerade in solchen Regionen vorliegen, die von einem nachhaltigen wirtschaftlichen Strukturwandel gekennzeichnet sind. Mit dem Ruhrgebiet wird eine solche Region ausführlich vorgestellt; zwei Praxisbeispiele dienen zur empirischen Festigung der Ausgangsthese.
Das vorliegende Werk wurde im Jahr 2006 mit dem Universitätspreis der Ruhr-Universität Bochum als herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeit ausgezeichnet.
David Wilde, Jahrgang 1978; Diplom-Sozialwissenschaftler mit Studium in Bochum und Utrecht (NL); Mitarbeiter am Lehrstuhl für Arbeits- und Wirtschaftssoziologie der Ruhr-Universität Bochum, Seit 2005: wissenschaftlicher Mitarbeiter bei HWG eG, Promotion zum Thema "Strategisches Management von Dienstleistungsinnovationen".
Annette Franke, Jahrgang 1978: Diplom-Sozialwissenschaftlerin mit Studium in Bochum, Berlin und Utrecht (NL), Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Arbeits- und Wirtschaftssoziologie der Ruhr-Universität Bochum, Doktorandin zum Themenbereich Alter, Arbeit und Geschlecht, derzeit Mitarbeiterin an der Universität Bielefeld.

Vorwort

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dem Phänomen des Demografischen Wandels in Deutschland sowie seinen Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft auseinander. Besonderes Augenmerk wir dabei auf Verschiebungsprozesse innerhalb der Altersstruktur der Bevölkerung gelegt. Es wird gezeigt, dass die Gruppe der älteren Menschen die am schnellsten wachsende und zukünftig auch die zahlenmäßig dominierende Bevölkerungsgruppe darstellen wird. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf alle gesellschaftlichen Teilbereiche.
Während in der wissenschaftlichen Diskussion oftmals auf die negativen Auswirkungen einer "alternden" Gesellschaft hingewiesen wird und auch die Medien teilweise Furcht erregende Schreckensszenarien aufbauen, stellt die vorliegende Arbeit einen Beitrag zu einer positiveren und konstruktiveren Sichtweise dar: Die derzeitigen demografischen Veränderungen bedeuten auch immense Potenziale für Wirtschaft, Gesellschaft und alle Generationen.
Am Beispiel des Wohnens im Alter wird auf neue Nachfragestrukturen hingewiesen, die sich im Zuge des Demografischen Wandels ergeben - sogar, durch diesen erst hervorgerufen werden. In der Konstruktion innovativer Produkte und Geschäftsmodelle als Antwort auf diese veränderten Kundenbedürfnisse sehen die Autoren dieser Arbeit ein bislang noch kaum ausgeschöpftes ökonomisches Potenzial. Dies gilt insbesondere für Regionen, die sich ohnehin in einem tief greifenden wirtschaftlichen Strukturwandel befinden.
Mit dem Ruhrgebiet wird eine eben solche Region vorgestellt. Aufbauend auf einer detaillierten Analyse der demografischen und ökonomischen Rahmenbedingungen dieser Region wird die Zielgruppe der älteren Menschen sowie deren besondere individuelle Bedürfnisse im Lebensbereich Wohnen vorgestellt. Anschließend werden innovative alternsgerechte Wohnkonzepte präsentiert; die ausführliche Vorstellung zweier Praxisbeispiele aus dem Ruhrgebiet soll heraus stellen, welche Herausforderungen und Potenziale sich bei deren praktischer Umsetzung in Unternehmen bemerkbar machen.
Unser Dank gilt allen, die zum erfolgreichen Gelingen dieser Arbeit beigetragen haben. Dies gilt insbesondere für Herrn Prof. Dr. Rolf G. Heinze - sowohl für die schöne Zeit als Mitarbeiter am Lehrstuhl für Arbeits- und Wirtschaftssoziologie der Ruhr-Universität Bochum und im Forschungsprojekt "Wirtschaftliche Potenziale des Demografischen Wandels im Ruhrgebiet - Auf der Suche nach neuen Märkten" sowie für die fachliche Betreuung, das stets offene Ohr sowie die wertvollen Anregungen und Impulse. Des Weiteren möchten wir uns bei den Herren Prof. Dr. Gerhard Naegele und Prof. Dr. Klaus P. Strohmeier sowie bei Frau Dr. Vera Gerling für viele interessante Gespräche sowie inhaltliche Hilfestellungen und Anregungen bedanken. Natürlich wäre diese Arbeit nicht ohne die engagierte und sehr offene Zusammenarbeit mit den beiden Praxispartnern - namentlich der HWG eG in Hattingen und der AUTONOMIA GmbH in Castrop-Rauxel - zustande gekommen. Auch hierfür möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bedanken.
Ein besonderer Dank gilt unseren Familien, Partnern und Freunden, die uns ein großer Rückhalt waren und durch Ihre Unterstützung einen großen Beitrag zum Gelingen dieser Arbeit beigetragen haben.

Bochum, im November 2006
David Wilde / Annette Franke

Inhalt

Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Einleitung
1 Methodenkapitel
1.1 Methodisches Vorgehen
1.2 Weitere methodische Untersuchungsschritte
1.3 Untersuchungsrahmen und Bearbeitung des Datenmaterials
2 Demografische Entwicklungstrends
2.1 Bundesrepublik Deutschland
2.2 Nordrhein-Westfalen
2.3 Ruhrgebiet
2.4 Zwischenfazit
3 Auf dem Weg zur Modellregion Ruhrgebiet
3.1 Das Ruhrgebiet - keine Region wie jede andere
3.2 Positive Impulse in der regionalen Standortentwicklung
3.3 Von der industriellen Monostruktur zu Clusteransätzen
3.4 Kompetenzfeldstrategie im Ruhrgebiet
3.5 Kompetenzfelder im leeren Raum - wo ist die Demografie?
3.6 Zwischenfazit
4 Ältere Menschen - nur eine Belastung für die Gesellschaft?
4.1 "Mit 66 Jahren fängt das Leben an" oder: ab wann ist man eigentlich alt?
4.2 "Alt ist nicht gleich alt" - Determinanten neuer Alterskategorien
4.3 Die Basis - Sozialwissenschaftliche Theorieansätze zum Alterungsprozess
4.4 Senior gestern, Senior heute, Senior morgen - eine vom Strukturwandel gekennzeichnete Lebensphase
4.5 Die Lebensstile älterer Menschen: Was "die Resignierten" vom "jung gebliebenen Single" unterscheidet
4.6 Die Einkommenssituation älterer Menschen in NRW und im Ruhrgebiet
4.7 Das Konsumentenverhalten älterer Menschen
4.8 Silber-Markt, Seniorenwirtschaft oder "Die Entdeckung einer neuen Zielgruppe"
4.9 Zwischenfazit
5 Wohnen im Alter - mehr als nur ein Dach über dem Kopf
5.1 Das Grundbedürfnis Wohnen
5.2 Wohnen im Wandel - die neuen Haushaltsstrukturen
5.3 My home is my castle - Die Bedeutung des Wohnens im Alter
5.4 Die Wohnverhältnisse älterer Menschen
5.5 Neue Bedürfnisse an seniorengerechtes Wohnen: Von Sicherheit bis Selbstbestimmung
5.6 Wie wollen Senioren wohnen? - Lebensstilkonzepte als kleine Hilfestellung
5.7 Mobilität und Umzugsbereitschaft
5.7.1 Einflussfaktoren auf die Umzugsbereitschaft
5.7.2 Hemmnisfaktoren für Umzüge
5.8 Alternative Wohnmöglichkeiten im Alter - eine Übersicht
5.9 Exkurs: Wohnungsmarkt und -wirtschaft - Situation und Perspektiven
5.10 Zwischenfazit
6 Kapitel Smart Aging mit intelligenter Haustechnik
6.1 Alles eine Frage der Technik? - Technikverbreitung und wirtschaftliche Bedeutung von Technik
6.1.1 Digitalisierung - Die mikroelektronische Revolution
6.1.2 Informations- und Kommunikationstechnologien in Deutschland
6.2 Alter und Technik - Fluch oder Segen?
6.2.1 Vom Holzbein zur intelligenten Prothese - Technik als Kompensation altersbedingter Kompetenzeinbußen
6.2.2 Big Brother für Senioren - Technik als sicher(nd)er Wegbegleiter im Alltag
6.2.3 Technological support - Technik zur Unterstützung pflegender Angehöriger und sonstiger Dienstleister
6.2.4 Just for fun - Technik als Konsumgut und multimediale Ressource
6.2.5 Soziale Erklärungsmodelle zum Verhältnis von Alter und Technik - Technikakzeptanz und Technikgenerationen
6.2.6 Empirische Erkenntnisse zum Verhältnis Alter und Technik
6.3 Smart Home - Vernetzte Technik im "intelligenten Haus"
6.3.1 Entwicklung und Verbreitung von Smart Home
6.3.2 Bisherige Hindernisse bei der Marktdurchdringung
6.3.3 Exkurs: Ubiquitous Computing
6.3.4 Senioren als Zielgruppe für Smart Home
6.3.5 Smart Home als Wirtschaftsfaktor - Akteure und Potenziale
6.3.6 Smart Home und Stadt(teil-)entwicklung
6.3.7 Besondere Potenziale und Herausforderungen für Smart Home im Ruhrgebiet
6.4 Praxisbeispiel I: "Smarter Wohnen NRW" in Hattingen
6.4.1 Der Standort
6.4.2 Die beteiligten Akteure
6.4.3 Das Konzept
6.4.4 Kritische Stellungnahme
6.5 Zwischenfazit Smart Home für Senioren
7 Alle unter einem Dach: Wohngemeinschaften für Demenzerkrankte
7.1 Pflegebedürftigkeit und Demenz
7.1.1 Begriffsfindung/ Historie
7.1.2 Status quo und weitere Entwicklung der Anzahl Demenzerkrankter
7.1.3 Demenz und Wissenschaft - Gerontologische Forschungsansätze und Theorien
7.1.4 Exkurs: Die Situation der Pflegewissenschaft im Ruhrgebiet am Beispiel der Uni Witten/Herdecke
7.2 Die Lebenswelt demenzerkrankter Menschen
7.2.1 Kognitive Kompetenz
7.2.2 Psychische Kompetenz
7.2.3 Motorisch- alltagspraktische Kompetenz
7.2.4 Lebensqualität und Leidensvermeidung
7.2.5 Die Pflegesituation
7.3 Gegessen wird gemeinsam - Die Idee "Senioren-Wohngemeinschaft"
7.3.1 Betreute Wohngruppen - eine Übersicht
7.3.2 Wohngemeinschaften für Demenzerkrankte
7.3.3 Ein Blick ins Ausland
7.4 Praxisbeispiel II: Das Unternehmen AUTONOMIA
7.4.1 Standort und Unternehmen
7.4.2 Das Konzept
7.4.3 Beteiligte Akteure
7.4.4 Kritische Stellungnahme
7.5 Zwischenfazit
8 Zusammenfassung und Ausblick
Literaturverzeichnis

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Diesen Artikel haben wir am Sonntag, 26. November 2006 in unseren Katalog aufgenommen.
   
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